Zur Fensterrenovierung hat sich die Rechtslage seit dem BGH-Urteil vom Juni 2012 und dem Mietrechtsänderungsgesetz etwas geändert.

Fenstererneuerung zB. durch Fenster mit 2 oder 3 Scheiben wird oft  mit Heizkostenersparnis begründet.

Oft sind die Fenster aber alt, und  die Erneuerung von schon vorhandenen Zweischeibenfenstern gegen besser isolierende Fenster führt nicht unbedingt zu einer Heizkostenersparnis. Die stärkere Zwangsentlüftung führt auch zu höheren Wärmeverlusten. Plastikfenster in Paterre verschlechtern die Wohnungssicherheit.

Bei neuen  hochisolierenden Fenstern besteht stärkerer Lüftungszwang wegen Schimmelbildungsgefahr, wodurch wiederum größere Mengen von Wärme verlorengehen.

Bei morschen oder feuchten oder undichten Fenstern kann der Mieter (über ein schnelles Privatgutachten  eines Fensterbauers, das aber nicht zu den Prozessaufwandskosten zählt) einen Teil der Fenstererneuerungskosten abziehen (ein neu eingebautes Entlüftungsrohr zählt rechtlich meist als Baumangel des Vermieters). Selbst hochauflösende Fotos werden vor Gericht kaum anerkannt, bei hochauflösenden Filmen ist die Lage unsicher. Unterschriften von Nachbarn können als Gefälligkeit bewertet werden. Ein zurückbehaltenes Fensterteil kann evtl. anerkannt werden. Das Gericht bestellt dann einen vereidigten Gutachter.

Eine Standardantwort auf ein Zustimmungsschreiben des Vermieters ist beispielsweise, daß man zwar der Renovierung oder Modernisierung etc. nicht zustimmt, sie aber nicht behindert.

Die genaue Rechtslage kennen zB. die günstige Mieterberatungshotline des Deutschen Mieterbundes - siehe Linkliste (-> HOME) - und evtl. auch andere Fachanwälte, und auch der lokale Mieterverein.

Fast alle Amtsgerichte bieten kostenlose Beratungshilfe für Wenigverdiener an.

 

 

 

 


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